Unwort des Jahres

Unwort des Jahres

Hallo, ich, Luna, bin es heute mal, die sich zu Wort meldet – wuff.

Die Tage habe ich gehört, dass es ein Unwort des Jahres gibt. Ein Wort, was nominiert wird und mit einer kritikwürdigen Intention verwendet wird. Na, da fiel mir direkt das Wort Urlaub ein. Urlaub, eine arbeitsfreie Zeit, um sich zu erholen.

Ich weiß nicht, ob meine Familie da eine andere Definition kennt, aber wenn Mama die Tasche packt und sagt, dass es in den Urlaub geht, dann erahne ich Schlimmes.

So auch im August, nur dass nicht nur Mama eine Tasche gepackt hat, sondern auch Papa seine Sachen mit in den Koffer gepackt hat.

Am Montag ging es dann los, ab zum Bahnhof und dann in das Dingen, was man ICE nennt. Die Fahrt war diesmal kürzer und am Bahnsteig stand nicht meine zweibeinige Schwester. Also nicht Augsburg. Statt aus dem Bahnhof raus sind wir dann noch mit einer anderen Bahn gefahren und dort habe ich etwas Neues kennengelernt: Schrägaufzüge!
Statt nur hoch und runter fahren die schräg runter, parallel zu einer Treppe. Da kann man auch sehen, wohin man fährt. Cool, oder?

Luna fährt Schrägaufzug. Sie schaut in Fahrrichtung und ihre Ohren sind neugierig aufgestellt.

Nach Verlassen des Bahnhofs „Elbbrücken“ habe ich es schon gerochen: Wasser! Jede Menge Wasser!

Doch die Freude war zu früh. Wir sind nämlich in Hamburg gelandet und hier ist das Wasser tatsächlich „nur zum gucken“. Überall sind Absperrungen, Gitter, Brücken – ein Durchkommen unmöglich! Ich habe es echt versucht, aber keine Chance.

Statt eine „arbeitsfreie Zeit“ hatte ich jede Menge zu tun in den nächsten Tagen. Denn eines ist ja wohl klar: Mama geht nirgendswo ohne mich hin!

Also fingen die nächsten Tage mit Frühstück im echt großen Speisesaal an. Während Mama und Papa immer wieder vom Tisch aufgestanden sind, musste ich liegenbleiben und warten.

Danach gibgs aber erst richtig los. Jeden Tag sind wir etliche Kilometer gewandert und haben uns alles mögliche in Hamburg angeschaut: den Elbtunnel, die Landungsbrücken, den Grünen Bunker. St. Pauli haben wir unsicher gemacht und sind auch über die Reeperbahn flaniert.

Luna sitzt vor einer der Figurenkacheln im alten Elbtunnel

Auch waren wir auf der Aussichtsplattform der Elphi. Ganz schön windig war es da – wie man an meinen flatternden Ohren im Video sehen kann!

Das Highlight war aber der Musical-Besuch. Mit der Fähre ging es dahin. Ganz ehrlich? So ganz geheuer sind mir diese schwimmenden Dinger nicht. Wenn ich gewusst hätte, dass es nur zur anderen Flußseite geht, wäre ich doch viel lieber geschwommen!

Luna schaut aus dem Fenster der Fähre. Sie sieht das durch den Motor aufschäumende Wasser.

Im Musical selbst meinte Mama mal wieder, dass der Ohrenschutz angezogen werden sollte. Pah! Das hab ich ja ganz anders gesehen. Kaum war der Ohrenschutz dran, habe ich Mama und auch Papa angestarrt. Keine Reaktion? Na gut, dann ist Anstubsen angesagt. Auch nicht? Gut, dann bekommen sie halt den Stubser mit der Pfote. Ich sag euch, die waren echt begriffstutzig. Letztendlich half es, Papa durchs Gesicht zu schlecken! Natürlich haben die es mehrfach versucht mit dem Gehörschutz, aber die Rechnung ohne mich gemacht. Ergebis: ich hab gewonnen! Der Gehörschutz kam ab und blieb dann auch ab, ich hab mich auf den Boden zusammengerollt und gedöst.

In der Pause waren wir kurz draussen – einmal austreten.

In der Pause vom Musikal waren wir eine Runde Luft schnappen. Luna steht mit der Assistenzhunde-Kenndecke vor der Elbe. Die Abenddämmerung zeugt für ein schönes Sonnenuntergangslicht.

Ich sag euch, ich war danach so ko, dass ich im Hotel nur noch ins Bett gefallen bin. Mama sagte nur: „So sieht also eine 3-jährige aus, welche die halbe Nacht durchgemacht hat“.

Luna liegt im Bett des Hotels ausgestreckt. Sie ist vollkommen geschafft und schläft tief und fest auf der Seite.

Urlaub, also eine arbeitsfreie Zeit war das nicht!

Nachdem wir wieder zu Hause waren, musste ich mich erst einmal vom Urlaub erholen. Das hat diesmal gute 2 Wochen gedauert! Echt anstrengend diese Urlaube!!

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