Nur für mich alleine. Wenn es draussen so heiß ist. Und ein Meer – und jede Menge Eis!
Diese oder ähnliche Gedanken muss Luna haben, wenn es draußen 30°C oder mehr sind. Denn Wärme verträgt sie tatsächlich nicht so gut. Sie hechelt dann sehr schnell und intensiv und bei den Spaziergängen merkt man, dass sie irgendwann geschafft ist. Dann geht sie in einem deutlich langsameren Tempo und es scheint ihr die Energie zu fehlen.
Während es in der ersten Hitzewelle 2026 für uns Menschen auch schon viel zu heiß war, war es für Luna tatsächlich eine Qual. Im Haus wurde es auch Nachts kaum kühler, das Thermometer zeigte durchgehend eine Temperatur von über 30 °C an.
Nachts hat mich Luna mehrfach geweckt, sie kam gar nicht aus dem Hecheln raus. Dies bedeutet: ihr ist es viel zu warm, sie bekommt ihren Körper nicht mehr heruntergekühlt. Doch was macht man dann?
Im Garten stand ihr kleines Hundeplanschbecken. Doch daran hat sie das Interesse verloren. Mal mit den Pfoten rein, aber ansonsten wird das Teil ignoriert. Auch neu befüllen mit kühlerem Wasser hat daran nichts geändert.
Doch was macht man dann? Wir haben für uns mehrere Lösungsansätze gefunden. Luna kennt inzwischen die Frage „möchtest du duschen“? Dann rennt sie unter die Dusche und wartet, dass man sie von unten, also am Bauch und an den Beinen nass macht. Von oben ist es ok, aber von unten genießt sie es fast schon.
Auf kühlen Fliesen liegen, dazu ein nasses Handtuch oder ein nasses T-Shirt von mir auf dem Bauch, ist eine weitere Möglichkeit gewesen. Spannend war, dass Luna dann ihr oberes Hinterbeinchen versucht hat, so lange wie möglich oben zu halten. Immer wieder ist sie eingenickt, dannn ist das Bein heruntergefallen… um dann wieder schnell das in die Luft zu strecken.

Immer wieder hat sie zudem Hundeeis zum Schlecken bekommen. Sie besitzt einen so genannten Boggel. Über eine Silikonform kann man verschiedenes Einfrieren, was man dann in eine Halterung packt, so dass der Hund schlecken kann (oder eher muss).
Dafür haben wir verschiedene Smoothie Dog-Drings genommen, aber für die heißen Tage haben wir einfach nur etwas mit Wasser verdünnte Buttermilch mit ein paar Chia-Samen genommen. Davon konnte sie dann auch mehrere bekommen, so dass sie jede 1-2 Stunden eine Runde Eis bekommen hat. Man hat auch direkt gemerkt, dass es ihr gut tat, denn das Hecheln wurde deutlich weniger.
Leider gab es auch an den Tagen Termine, die ich wahrnehmen musste. Also hieß es wieder: Sommerausrüstung an. Kühlweste, Sommerkenndecke und Schühchen.

Die Sommerkenndecke ist aus einem ganz dünnen Mesh, so dass es zu keinem Wärmestau darunter kommen kann. Die Kühldecke hilft tatsächlich über die Verdunstungskälte. Beim Spazieren gehen setzt das Hecheln und die Hitze-Erschöpfung deutlich später ein als ohne.
Die Schühchen sind zum Schutz gegen Verbrennungen. Wenn wir einen Termin haben, dann müssen wir in der Regel über Asphalt gehen. Gerade im Sommer kann dieser sehr schnell viel zu heiß werden. Sind es draußen 25 °C, so hat der Asphalt schnell eine Temperatur von 50 °C, bei einer Lufttemperatur von 35 °C hat der Asphalt 65 °C. Das stellt bereits eine Lebensgefahr für Hunde dar, da die Pfoten trotz der speziellen Ballenstruktur empfindlich ist.
Man kann jetzt natürlich argumentieren, dass Hunde ja über die Pfoten schwitzen und die Schuhe dieses ja unmöglich machen. Die Schuhe, die Luna trägt, sind aus speziellem, sehr dünnen und elastischen Silkon und haben Belüftungslöcher an den Seiten. Vergleichbar sind diese mit Crogs, die viele Menschen im Sommer sehr gerne tragen. Natürlich schwitzt man auch in diesen — genau wie in jeden anderem Schuh auch. Aber man schützt die empfindlichen Fußsohlen vor Verbrennungen — und das ist weitaus wichtiger. Hunde schwitzen zwar über die Pfoten, aber das ist vergleichbar mit dem Schwitzen von uns Menschen an den Handinnenflächen und den Fußsohlen. Die meiste Hitze geben jedoch Hunde über das Hecheln ab. Daher ist es umso wichtiger, dass diese Hecheln können und genug Wasser bekommen, denn Hecheln trocknet natürlich auch aus. Luna hat den Luxus, dass ich im Rollstuhl sitze und damit immer einen Wassernapf auf dem Fußbrett vom Rolli stehen habe. Sie kann jederzeit Wasser trinken. Dazu habe ich noch 1 l Wasser in Flaschen mit, so dass ich nicht nur ihre Kühldecke nachbefeuchten kann, sondern auch den Wassernapf wieder auffüllen kann.

Wenn wir Menschen uns ein Eis gönnen, dann bekommt nicht nur Luna eine Kugel im eigenen Hörnchen oder Becher, sondern darf auch meinen Eisbecher leerlecken. Das ist dann der spezielle Sommer-Maulkorb.

Ansonsten hilft es nur, ein schattiges Plätzchen im Garten zu suchen. In einer Ecke mit viel Schatten, wo ein laues Lüftlein weht und wo ein Steinboden ist, der den ganzen Tag keine Sonne sieht.

Wenn es zum Autofahren nicht zu warm ist, dann gehen wir auch an den Kanal zum Schwimmen. Allerdings ist das Wasser im Kanal bei dem Wetter auch nicht wirklich kühl, sondern hat eher die Temperatur von Badewannen-Wasser. Aber Schwimmen macht Spaß, also ab ins (nicht) kühle Nass, wann immer es möglich ist.


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