Wie schon letztes Jahr war die Reise nach Augsburg geplant, damit ich, Madame Luna, endlich mal wieder meditatives Schwimmen durchführen kann. Meditatives Schwimmen, weil Mama oder Töchterchen mein Schwimmspielzeug werfen, ich es dann wiederhole, am Beckenrand ausspucke, mich direkt wieder umdrehe und warte, dass das Spielzeug erneut in die Mitte des Schwimmbeckens geworfen wird – und das gaaaaanz oft hintereinander!
Anreise war diesmal an einem Dienstag, das Hundeschwimmen am Wochenende. Als hätte ich es mir denken können, haben meine zwei Zweibeinerfrauen beschlossen, Augsburg unsicher zu machen. So ging es Mittwoch in die Innenstadt, einen „kleinen“ Einkaufsbummel machen. Klein hieß dann für mich, dass ich eine Ewigkeit im Dienst war. Hier ein Laden, da ein Laden, da die Touristeninformation. Zum Glück sind wir auf dem Hin- und Rückweg immer an der Wertach entlang gelaufen, dass ich schwimmen konnte.
Aber wisst ihr, was richtig Luna-Quälerei ist? Eine Stadtführung! Etliche fremde Menschen versammeln sich und gehen als Gruppe einer dauerredenden Person hinterher. Hier ein Stopp mit Warten, da ein Stopp mit Warten – alle Stopps ohne, dass es da irgendwas interessantes zu Sehen oder zu Schnuppern gab. Das Ganze ging dann auch noch ganze 2 Stunden lang!
Immerhin haben mir die Zweibeiner am Freitag einen Pausentag gegönnt, bevor es am Samstag und Sonntag zum Hundeschwimmen ging. Schwimmen – für mich gibt es nichts Schöneres!

Aber auch hier musste ich arbeiten. Mama beim Ausziehen der Jacke helfen – denn im Gegensatz zur Wettervorhersage hatten wir tollen Sonnenschein!
Richtig fies war es, als Mama gemeint hat, dass ich mal eine Pause brauche. Ich glaube das Bild sagt, was ich von „Pause“ halte.

Naja, was soll ich sagen? Das Schwimmen war – wie letztes Jahr – super!
Allerdings hatte ich zwei unschöne Hundebegegnungen. Auf dem Hinweg am Sonntag mussten wir an einer Engstelle eine Familie passieren, die eine Französische Bulldogge hatte. Als wir auf deren Höhe waren, bin ich im größtmöglichen Abstand vorbei (der Hundehalter hatte noch Platz und hätte auch problemlos den Hund hinter sich nehmen können) hat dieser einfach zugeschnappt. Zum Glück ist nicht viel passiert.
Beim Schwimmen selbst ist uns dann ein Paar aufgefallen mit einem schwarzen Hund. Dieser trug einen Maulkorb, der jedoch nicht passend war. Der Maulkorb war viel zu klein und zu eng und drückte dem Hund das Maul zu. Hecheln oder Bellen war nicht möglich! Dieser Hund wollte – wie auch andere Hunde – an mein Spielzeug gehen. An sich kein Problem, denn dann lasse ich einfach davon ab und warte bis einer von meinen Zweibeinern das wieder reinwirft. Durch den Maulkorb konnte der Hund das Spielzeug jedoch nicht aufnehmen und hat dann einfach mich attackiert. Es gibt Menschen, die sollten einfach keine Hunde besitzen dürfen!
Eines kann ich euch jedoch verraten: abends war ich müde – Schwimmen und ca. 10 km Fußweg täglich sind schon ganz schön anstrengend!


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