(Erzählt aus der Sicht von Luna)
… wenn das gesagt wird, weiß ich direkt: ich darf wieder arbeiten. Denn Spülmaschine ausräumen bedeutet, dass das gespülte Geschirr direkt weggeräumt wird, nämlich in die Schränke und die Schubladen. Je nachdem in welchem Schrank oder welche Schublade die Sachen kommen, ist das Schließen und auch teilweise das Öffnen meine Aufgabe.
Also ab, in die Küche. Natürlich ist die Spülmaschine noch zu. Ein Signal von Mama und ich ziehe die auf.
Auch wenn das so einfach aussieht, steckt da etliches an Arbeit drin. Denn die Spülmaschine öffnet nicht nach links oder rechts wie die Schranktüren, sondern nach unten! Ausserdem geht die Tür wirklich sehr schwer auf – Luna-Power ist also angesagt.

Dann beginnt Mama die einzelnen Sachen daraus auszuräumen. Das Ergebnis ist ein kleines Chaos: lauter offene Schränke und Schubladen. Schubladen ganz unten, in der Mitte oder ganz oben. Schwere Schubladen wie die Topfschublade oder einfache, leichte Schubladen wie die Besteckschublade.
An die oberen Schubladen komme ich nur schlecht mit meiner Schute. Aber ich bin ja inzwischen ein Profi: ein gekonnter Sprung und die Schublade schließe ich mit meinem Pfoten!

Die mittleren Schubladen und die unteren kann ich hingegen gut mit meiner Nase zuschieben.

Eine besonders schwer zu schließende Schublade ist die Topfschublade. Die muss ich mehrfach anschubsen, damit sie zugeht. Wenn das mir nicht schnell genug geht, nehme ich auch gerne mal meine Pfoten dafür.
Natürlich könnte ich nicht nur die Schubladen schließen, sondern auch Öffnen. Aber dann würde die ganze Küche mit den „Wischmops“, wie Mama meine Aufziehhilfen nennt, bestückt sein. Zum Glück hat Mama von den Wischmops nicht so viele, so dass diese nur an wenigen Stellen angebracht sind: an der Spülmaschine, am Kühlschrank, an einem Vorratsschrank und an meiner Leckerchen-Schublade. Ja, ich habe in der Küche eine eigene Schublade nur für mich — gefüllt mit verschiedenen Leckereien. Aber da ich ja ein ganz braves Mädchen bin (sagt zumindest Mama immer), mache ich die Schublade nur dann auf, wenn Mama mir dafür das Signal gibt.
Eine weitere Aufgabe ist das Schließen von Schränken. Während das Öffnen immer mit einem Ziehen an dem Wischmopp geht, ist das Schließen schwieriger, denn da muss ich mal von rechts und mal von links „schieben“. Mama sagt, dass das vom Anschlag der Tür abhängt — was immer sie auch damit meint.

Nachdem alle Sachen weggeräumt sind, darf ich dann wieder die Spülmaschine schließen. Ich sag‘ euch: Türen sind etwas ganz komisches. Die gehen mal zur einen und mal zur anderen Seite auf und zu… und dann gibt es noch Türen wie die Spülmaschinentür, die nach unten geöffnet und nach oben geschlossen wird.
Aber auch das bekomme ich hin, allerdings ist die Spülmaschinentür echt schwer. Ganz schließen schaffe ich noch nicht — aber das ist auch nicht schlimm, sagt Mama. Bestimmt bekomme ich das irgendwann hin, denn den Umgang mit Türen, die sich nach unten öffnen und nach oben schließen, habe ich erst neu angefangen. Mama sagt, dass ich, wenn ich einmal verstanden habe, was sie möchte, ein kleines Wunder im Generalisieren bin. Keine Ahnung, was damit gemeint ist, aber Wunder klingt gut!


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